Erotische Abenteuer in Arl Sere – endlich auch gedruckt!

Puh! Wer das Ganze auf Twitter mitverfolgt hat, weiß, dass die letzten paar Tage echt, echt mühsam waren. Ich hatte meine Familie auf Besuch, während ich parallel einen Release-Countdown auf dem Twitter-Account laufen hatte und mit dem Buchsatz beschäftigt war, in der naiven Hoffnung, dass das Print zeitgleich mit dem eBook verfügbar sein würde.

Pustekuchen.

Eine nicht erschöpfende Liste der Dinge, die ich künftig anders machen werde

Ebenso wie man Schreiben nur lernt, indem man schreibt, lernt man das Veröffentlichen auch nur, indem man veröffentlicht. Da ich aber solche Lektionen nach ein paar Wochen zu vergessen pflege und es vielleicht auch für euch ganz interessant ist, zu erfahren, wie ich arbeite, hier ein paar Ideen, wie ich meine Arbeitsweise so ändern kann, dass ich mich weniger über mein Vergangenheits-Ich ärgern muss.

Wichtig: Es geht mir nicht darum, dass man sich ständig optimieren muss und blablabla. Das geht mir selbst sehr auf den Keks. Es geht darum, Wege zu finden, wie ich mir selbst Arbeiten, die ich als lästig und „aus eigener Verpeiltheit doppelt und dreifach gemacht“ empfinde, etwas geschickter gruppieren kann, damit sie nicht so einen Frust machen.

Und vielleicht haben einige von euch ähnliche Probleme, sich selbst zu organisieren und finden es ganz praktisch, zu lesen, wie ich Band 2 angehen werde.

Punkt 1: Content Notes zeitnah vorbereiten.

Content Notes sind wichtig und erfüllen zudem bei mir mehrere Funktionen:

– das tatsächliche Warnen vor potentiell schädlichen Inhalten (etwas, was ich vor allem in Bezug auf sexuelle Praktiken in großem Detailreichtum tue, weil es außerhalb meiner Utopie leider sehr wohl missbräuchliche Dinge gibt, die unter dem Mantel von BDSM ablaufen und Traumata hinterlassen können – ich will, dass Menschen, die Schlimmes erlebt haben, hier die Möglichkeit haben, vom Kauf abzusehen oder sich vorab mental auf die entsprechende Szene vorzubereiten. Soweit möglich, sollen meine Bücher Safe Spaces sein)

– sie bilden die Grundlage dafür, welche Inhalte ich für die Kapitelgrafik auswähle. Von der ursprünglichen Idee, grafische CN zu machen, bin ich aus gleich drei Gründen abgewichen: Erstens, weil die CN schlicht nicht als solche erkannt wurden, man also aus meiner dekorativen Zeichnung nicht erkannte, was genau die Warnung dahinter sein sollte. Zweitens, weil schon grafische Darstellungen triggern können (auch wenn sie extrem schematisch/abstrakt/vage sind – sicher ist sicher!) und drittens, weil meine Grundgrafik bei manchen Kapiteln schlicht zu klein war und ich alle Grafiken in der gleichen Größe wollte. (Ganz abgesehen davon, dass ich bei manchen Dingen beim besten Willen nicht wüsste, wie ich die grafisch darstellen soll).

Der bisherige Ablauf war so:

– fertig schreiben

– fertig überarbeiten

– nach allen Überarbeitungen die CN rausschreiben in einen Fließtext

– nachdem alle CN da sind, Grafikprogramm anwerfen und zeichnen bzw. Ebenen an/ausschalten (da sich einige wiederholen, zeichne ich bereits vorhandene Elemente nicht neu), dabei die CN im Fließtext mit Hilfe von Emojis abhaken

– beim finalen Finalisieren des Buches den Fließtext rauskopieren und mühsam, friemelig und fehleranfällig Absätze hinzufügen, Emojis und Kommata entfernen (in SP-Buchsatz hinter die Kapitelnamen und den letzten Punkt des jeweiligen Kapitels noch jeweils \\ einfügen).

Sinnlos mühsam. Und angesichts dessen, dass ich nun weiß, dass ich bei den Überarbeitungen zwar recht gründlich und ausführlich bin, aber zumindest an contentnotewürdigen Inhalten sich bisher spätestens nach dem ersten Durchgang nichts wirklich geändert hat … kann ich das auch so machen:

– Buch schreiben

– Buch alphalesen lassen

– nach dem Alphadurchgang überarbeiten und dabei schon mal Inhaltswarnungen rausschreiben (und zwar in Listenform! Untereinander!)

– an Beta schicken

– während Beta dran ist, schon mal anfangen, die Kapitelgrafiken zu machen (dürfte bei Band 2 schneller gehen, weil ich vermutlich noch weniger zeichnen muss, während alle Einzelemente bei Band 1 mindestens einmal zu erstellen waren)

– sie dann bei der Finalisierung bereits parat haben

2. Buchsatz effizienter gestalten

Mein aktuelles Vorgehen war:

– alles finalisieren

– eBook zur Vorbestellung freigeben

– Buchsatz erst dann angehen

– Huch, ich sollte vielleeeeicht nicht unter Zeitdruck ein neues Programm lernen (wann hat mich das je aufgehalten? Aber Probleme vorprogrammiert – haha. Selbst ist allerdings das Enby, wäre nur die Fehlerkonsole bei LaTeX nicht so unbrauchbar, würde die Fehlersuche allerdings weniger lang dauern und Foren, in denen Leuten mit Frage gesagt wird, sie sollten halt die Fehlermeldung besser lesen … wenn man aus der schlau geworden wäre, wäre man nicht im Forum, Leute. Und so profitierte auch ich.)

– feststellen, dass alle Grafiken zwingend Dateinamen ohne Leerzeichen brauchen, sonst geht es generell schief

– alle Dateien umbenennen (was an sich nicht schlimm klingt, aber es waren „nur“ 14 Stück und natürlich habe ich bei etlichen bei der Umbenennung Fehler gemacht, aber sie im Buchsatz-Dokument richtig benannt und … bäh … nervig und monoton und damit bei mir fehleranfällig

– nachträglich die (winzigen) Textänderungen noch einmal eintragen müssen

Zugegeben, dass ich das schon einmal gemacht habe, macht mir ein paar Dinge leichter, sodass hier eine Optimierung überhaupt erst möglich ist.

– erst einmal einfach das Buchsatzdokument mit dem kreativen Titel „Fenia 1“ kopieren (sofern keine neue Version erscheint, ist das generell das Mittel der Wahl)

– die Grafiken direkt beim Erstellen lückenlos benennen und direkt in eine Kopie in den Buchsatzordner packen

– die neuen Dateinamen einfach in die „Vorlage“ reinkopieren, sobald sie bekannt sind

– direkt nach der letzten stilistischen Überarbeitung des jeweiligen Kapitels es dort schon einmal reinpacken und direkt setzen, dann das neu gesetzte Kapitel mit den Änderungen direkt übertragen

3. Banales, was eigentlich selbstredend wäre

Wenn ich vorhabe, in 6*9 Zoll zu veröffentlichen, und auch in diesem Format den Print setze, dann sollte ich bei der Covererstellung auch eine Vorlage in genau DIESEM Format herunterladen. (Nicht im Format 5,irgendwas mal 8,irgendwas.)

Manchmal liegt es tatsächlich nicht an mir – aber wenn ich ein PDF in ungewöhnlichem Format erstellen will, ist die beste Wahl nicht der Onlineconverter, sondern tatsächlich GIMP. Sonst wird das Cover immer zu klein berechnet.

Beim Erstellen des eBook-Covers kann es beim Freistellen von Grafiken nicht schaden, nicht nur die Stelle freizustellen, die im Cover auch zu sehen ist, sondern das Ding gaaaanz kurz zu verkleinern und überschüssiges Zeugs drumherum wegzuradieren. Ergibt kleinere Ebenen, die sich leichter umherbewegen lassen.

„Berührt gerade so die rote Linie“ ist für Amazons Richtlinien bereits „überschreitet die rote Linie“. Ändern.

Dinge immer auch mit Ebene speichern. Nicht nur als PNG, nur weil Amazon eine PNG-Vorlage bereitstellt. Und die zu überschreiben, ist auch was, was man nicht tun sollte. (Nicht schlimm, weil man sie beliebig oft neu entpacken kann, aber trotzdem sollte man das nicht tun.)

tl; dr …

Das Buch ist nun endgültig da. Als eBook UND als Print. Yay!

Linke Seite identisch mit eBook-Cover (weitestgehend).
Mein Name (June T. Michael), der Buchtitel (Gefangen zwischen Eis & Feuer) und die blonde gefesselte Person im Halbprofil, umrahmt von Eiskristallen und Flammen, unten mein Logo).
Mittig auf dem selben dunkelblauen und gemusterten Hintergrund noch einmal mein Name und der Buchtitel auf dem "Rücken".
Auf der Rückseite ist noch einmal der Rahmen, aber ohne Figur. Stattdessen mit Klappentext:

Als Fenia von ihrer Familie nach Erytan geschickt wird, ist dies Segen und Fluch zugleich. Dort muss sie nicht geheim halten, dass sie es liebt, sich sexuell zu unterwerfen, benutzt und geschlagen zu werden.
Doch als gleich zwei schöne Frauen mit ihr spielen wollen, fürchtet sie nichts mehr als die Entscheidung, ob sie vor dem Feuer oder dem Eis knien will.
Wird sie lernen, ihre Bedürfnisse zu akzeptieren und von alten Verletzungen zu heilen?

BDSM-Fantasy in einer fremdartigen Welt. Ein Roman über Selbstakzeptanz, leckeres Essen und heiße Sessions.
Amazon fügt noch automatisch einen Barcode in der unteren Ecke der Rückseite ein. Der ist auf meiner Datei nicht abgebildet.

Also könnt ihr es jetzt über Kindle Unlimited ausleihen, als eBook kaufen oder direkt als Print bestellen. Und zwar dort: https://www.amazon.de/Gefangen-zwischen-Feuer-Erotische-Abenteuer-ebook/dp/B08DDK7WH1