Der #kinktober 2021 auf „Fantasy und Fantasien“

Oder: Für euch soll es auch 2021 wieder den Oktober über Drabbles und Kürzestgeschichten regnen.

Content Notes: Sex, BDSM, Mental Health, Physical Health (für diesen Post und wohl für jeden Text – einzelne CN zu den jeweiligen Geschichten stehen wieder bei den Texten in den Tags)

Warum dieses Jahr so spät? Weil ich in den letzten Wochen immer wieder mit mentalen und physischen Zwischenfällen zu kämpfen hatte, die mir meine Online-Zeit teilweise drastisch zusammengekürzt haben. Ich habe zwar ständig daran gedacht, dass ja auch noch Kinktober ist und ich daran unbedingt teilnehmen möchte, aber … I was in a bad place. Gegenüber 2020 hat sich zwar ein gewisses Abstumpfen eingestellt (irgendwann greifen die Schutzmechanismen, die verhindern, dass immer der gleiche Typ „schlechte Nachricht“ jedes Mal heftig reinfetzt), aber ich hatte dafür gefühlt zwanzig neue Baustellen. Lovely. Vor allem, da „online Dinge tun“ eigentlich mein bester und liebster Copingmechanismus gleich nach „Videospiele spielen“ ist und wenn beides nicht geht … ihr könnt euch denken, dass der Gedanke, dass ich ja noch Prompts brauche, die meinen strengeren Ansprüchen genügen (siehe weiter unten) mir eher Stress als Vorfreude gemacht haben.

Und zwischen dem Verfassen der Liste und „genug Löffel zusammenkratzen, um sie zu posten und alle Links zu updaten“ ist auch wieder ein weeeenig Zeit ins Land gegangen.

Ups.

Ich bin noch nicht zu 100% wieder auf den Beinen, da mich gerade meine chronische Krankheit mit Schüben heimsucht. Aber hier kommt der Kinktober-Post, der wie üblich damit beginnt, dass ich die Ursprünge des Events leider nicht kenne:

Ich finde leider keinen Blogpost, der beleuchtet, wie genau es eigentlich zum #kinktober gekommen ist, aber anscheinend stammt das Event ursprünglich aus der Fanfiction- und Fanartszene, wo wesen im Oktober als Abwandlung des „Inktobers“ (täglich eine Zeichnung mit Kugelschreiber oder anderen „Tintenmedien“) dann eben etwas Erotisches geschaffen hat.

Nachdem es im vorletzten Jahr es einen Riesenärger gab, weil die Person, die den ursprünglichen Hashtag geschaffen hat, das Ganze markenrechtlich schützen ließ und in der Folge eine Menge Leute Abmahnungen bekommen haben, wenn sie ihre eigenen Zeichnungen verkaufen wollten (und es daraufhin ein ziemliches Kuddelmuddel gab, einen englischen Blogpost dazu gibt es hier), stand das Ursprungsevent auf der Kippe.

Dazu kommt noch, dass das Buch, wegen dem dieses ganze Copyright-Debakel passiert ist, dann (zumindest soweit ich weiß) nie veröffentlicht wurde. Der Grund? Offenbar hat der Autor dabei fleißig plagiiert – und dazu noch bei einem Schwarzen Künstler. UFF.

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie das ausgegangen ist, da ich das Zeichenevent nicht wirklich mitverfolge und aus meiner Timeline kaum noch wer beim originalen Hashtag mitmacht, seit es 2019 diese Copyright-Geschichten gab. Aber ein bisschen was springt mir dann doch in die Timeline und wenn ich an einem abgeleiteten Event teilnehme, fühle ich mich doch verpflichtet, zumindest kurz nachzuschauen, was da so los ist.

Das Ganze beeinflusste 2019 natürlich auch den Kinktober als „abgeleitetes“ Event – siehe Kittens Gedanken:

Es hat letztes Jahr beschlossen, wieder an den Start zu gehen und einem Tweet zufolge, dieses Jahr auch :).

Auch dieses Jahr gilt: Hier wird es erytanische Geschichten geben (was bedeutete, dass ich mir mal wieder mit viel Aufwand und Mühe meine Promptliste selbst zusammengebastelt habe, mit Hilfe einer guten Freundin und einigen Inputs per Twitter und Discord-DM von anderen wundervollen Leuten).

Zumindest bei Geschichten im Arl-Sere-Universum möchte ich beispielsweise komplett auf Sexszenen mit dya cis Männern verzichten (oder, wenn sie doch vorkommen, dann eher marginalisierte dya cis Männer). Außerdem stehen mir in der erytanischen Fantasywelt zwar prinzipiell verzauberte Toys und Hilfsmittel jeglicher Art zur Verfügung, aber manche passen nun einmal schlicht nicht wirklich rein oder beißen sich mit der Ästhetik, die ich in meinem Kopfkino habe.

Dieses Mal funktioniert die Promptliste etwas anders als sonst. Promptliste Nummer 1 beschreibt Orte, an denen kinky Dinge passieren sollen – bei der hatte ich Hilfe von einer Freundin. Promptliste 2 beinhaltet Prompts, die mir von lieben Twittermenschen geschenkt wurden und die ich an den Samstagen zulose. Somit heißt es Samstags: „Es wird kinky Ereignis x an Ort y geschrieben“ und das in genau 200 Worten. An den anderen Wochentagen kann alles mögliche passieren, hat aber nur 100 Worte Platz. (Es mir selbst absurd schwer machen: Kann ich.)

Somit sind die Spielregeln im Grunde genommen wie jedes Mal:

Jeden Samstag ziehe ich einfach zwei und dann schreibe ich Samstags eben 200 statt 100 Wörter.

Die einzelnen Geschichten lade ich als Blogpost hoch, hier werde ich posten, zu welchem Prompt – und das Passwort, denn damit wirklich niewesen aus Versehen und unwissend in eine Erotikgeschichte stolpert, werden die Posts passwortgeschützt sein.

Die Passwörter stehen hier auf dem Blog – plus auf Twitter. Wesen kriegt sie also. Aber es soll einfach niewesen den Blog aufrufen und direkt eine Sexszene lesen.

Am 01.10. geht es los.

Ihr dürft meine Prompts nutzen, wenn ihr möchtet. Es steht euch frei, meine Liste für euch zu kopieren (wenn ihr sie postet, wäre ein Link auf diesen Post hier fein), sie mit anderen Listen zu kombinieren, sie zu ergänzen und zu bearbeiten. Wenn ihr etwas von meiner Liste nutzt, wäre es einfach cool, wenn ihr es mich wissen lasst. Warum? Weil ich natürlich darauf brenne, im Oktober kinky Geschichten zu lesen und mich einfach total freue, zu sehen, wie andere meine Prompts umsetzen!

Wichtig: Die Content Notes für die Geschichten stehen in den Tags. Die Tags stehen neben dem Posting. Wer keine benötigt, kann sie in Ruhe ignorieren. Wer sie braucht, kann sie bequem lesen und sich dann entscheiden, das Passwort einzugeben oder nicht :).

Wie jedes Jahr gilt außerdem: Sobald ich einen Prompt verwendet habe, lösche ich ihn aus der Promptliste raus und packe ihn ins Inhaltsverzeichnis. Am Ende steht also nur noch das Inhaltsverzeichnis mit allen Passwörtern.

Prompts

Liste Nummer 1:
4. Baumhaus
17. Keller
18. Lokal / Restaurant / Vergleichbares
21. Pension / Hotel / Vergleichbares

Liste Nummer 2:

1. Per Brief

Inhaltsverzeichnis

#Kinktober – Tag 1 – Dann nicht!
Passwort: WG-Freuden
Prompt: Dusche

#Kinktober – Tag 2 – (Ver-)Fangen
Passwort: Weben
Prompts: Erwischt werden, Wald

#Kinktober – Tag 3 – Ungeahnte Vermissung
Passwort: Veränderung
Prompt: Badewanne

#Kinktober – Tag 4 – Wortvorspiele
Passwort: Rebellion!
Prompt: Im Meer

#Kinktober – Tag 5 – Erste Flüge
Passwort: Bibbern
Prompt: In der Luft

#Kinktober – Tag 6 – Lakonisch Erzähltes
Passwort: Namalenia
Prompt: Luftschiff

#Kinktober – Tag 7 – Vom Durchhalten
Passwort: Lehm
Prompt: Im Park (nicht zum Baden)

#Kinktober – Tag 8 – Vorleuchten
Passwort: *leuchtleucht*
Prompt: In einer Höhle

#Kinktober – Tag 9 – Dich. Uns. Das.
Passwort: Zu-Eignung?
Prompts: Im Krankheitsbett, beobachtet werden (mit Consent)

#Kinktober – Tag 10 – Auf Takt zu einer Geburtstagsfeier
Passwort: fließend
Prompt: Bei einem Picknick

#Kinktober – Tag 11 – Vorschlag oder Feststellung?
Passwort: eng
Prompt: Küche

#Kinktober – Tag 12 – Ein letzter Streich
Passwort: Ein Kistchen Unsinn
Prompt: In den Straßen der Stadt

#Kinktober – Tag 13 – Morgenstunde
Passwort: Fürsorge
Prompt: Therme

#Kinktober – Tag 14 – Abgelegene Gebiete
Passwort: im Grünen
Prompt: Wasserfall

Kinktober – Tag 15 – Realitätsflucht
Passwort: Mrrr
Prompt: In Gewahrsam

#Kinktober – Tag 16 – Fangnetze
Passwort: Wahl geben
Prompts: Raum für Sexwork, Aftercare

#Kinktober – Tag 17 – Abgelenkt
Passwort: *zwinker*
Prompt: Tempel

#Kinktober – Tag 18 – Angemessene Fragen?
Passwort: Listen
Prompt: Séparé

#Kinktober – Tag 19 – liminale Situationsgrenzen
Passwort: Definitionen
Prompt: Umkleidekabine

#Kinktober – Tag 20 – Zettelchen
Passwort: Heimliche Übergabe
Prompt: Bei einer Ratssitzung

#Kinktober – Tag 21 – Wenn das Elter mal nicht hinsieht …
Passwort: Nein, das war nicht wirklich flüssiges Eis
Prompt: Fremdes Spiel- oder Schlafzimmer

#Kinktober – Tag 22 – Verlaufserzählung
Passwort: Zu langsam 😉
Prompt: Ferienhaus

#Kinktober – Tag 23 – Solche Tage, solche müden Tage
Passwort: Schwer und leicht
Prompts: Auf dem Tisch + Palast

#Kinktober – Tag 24 – Brrrr!
Passwort: Nachtfrost
Prompt: Auf dem Balkon

#Kinktober – Tag 25 – Feiervorbereitungen
Passwort: Pfötchen
Prompt: Im Garten

#Kinktober – Tag 26 – Reclaiming
Passwort: Ach darum ging sie shoppen
Prompt: Im Wasserpark

#Kinktober – Tag 27 – Rückkehr
Passwort: Augen zu
Prompt: Kutsche

Ihr könnt nicht genug von kinky Texten bekommen?

Kitten hat eine eigene Promptliste: *klick*

Skalabyrinth postet auf der eigenen Homepage kinky Texte, beispielsweise diesen hier: *klick*. Den Überblick gibt es auf Belletristica.

Kián postet unter dem Hashtag „#KiánKinky“ eigene Texte.

Tristan postet eigene Texte zur Challenge auf Belletristica.

Und natürlich steht es dir frei, meine bisherigen Texte zu lesen und den dortigen Links zu folgen.

#HoffnungSpenden – ein Charity-Event von und mit Autor*innen der Phantastik

Ich weiß nicht, wo das Klischee der Autor*innen herkommt, die einsam und allein (vielleicht noch mit Katze) in ihrem Kämmerlein sitzen, auf einer Schreibmaschine ihre Geschichten verfassen und gelegentlich wehmütig seufzen. Ich weiß es wirklich nicht. Denn kaum dass ich meinen Zeh ins Wasser der Buchbubble auf Twitter getaucht habe, stelle ich fest: Autor*innen sind Rudelwesen.

Und so haben wir uns zusammengeschlossen, um in der Weihnachtszeit etwas Gutes zu tun. Einige mit Rat (beispielsweise ich), andere mit Tat, Grafikdesign und einer Bücherspende (beim nächsten Mal bin ich da auch dabei, dieses Jahr hatte ich einfach noch kein eigenes Buch zum Verspenden. Nächstes Jahr habe ich um diese Zeit mindestens zwei. Versprochen).

Warum das Ganze?

Wer mir auf Twitter folgt und meine Blogposts liest, weiß: Mir liegt eine diverse Phantastik sehr am Herzen. Nicht nur, weil ich selbst bevorzugt so eine lese und es gerne leichter hätte, guten Lesestoff zu finden, sondern auch, weil den Autor*innen, die sowas gerne schreiben würden (und dann von Menschen abgeschreckt werden, die meinen, sowas würde eh niemand kaufen) Mut gemacht werden soll.

Traut euch. Holt euch Sensitivity Reader ins Boot, wenn ihr das Gefühl habt, dass euch ein Thema zu groß ist und ihr Angst habt, es zu versemmeln. (Holt euch auch dann welche ins Boot, wenn ihr das Gefühl habt, es eigentlich ganz gut zu machen, aber euch unsicher seid. Sensitivity Reader sind toll).

Lasst euch nicht von Menschen mundtot machen, die davon schwafeln, man dürfe ja „gar nichts mehr sagen“. Dürfen darf man schon, muss nur damit leben, dass die Betroffenen und die Kämpfer*innen für eine diverse Literatur aufstehen und sagen „So nicht!“

Jedenfalls haben wir uns als eine Gruppe gleichgesinnter Autor*innen und Verleger*innen zusammengefunden, um für eine buntere Phantastik einzustehen. Damit wesentlich mehr Menschen, die gerne bunter lesen würden, die Chance bekommen, davon zu erfahren.

Mehr dazu wird es hier demnächst geben …

Zunächst präsentiere ich euch feierlich unsere erste, gemeinsame Aktion, namentlich …

Die Verlosung

Auf dem Bild steht:
Hoffnung spenden, Buchpaket gewinnen!
Teilnehmen bis 12. Dezember
Darunter ein Bild von Büchern.
Grafik erstellt von Laura Dümpelfeld, mit Fotos von Sarah Stoffers

Wir alle, die wir diese Aktion ins Leben gerufen haben, wollen kurz vor Ende des Jahres noch einmal ein Zeichen für die Hoffnung setzen und zeigen, dass Phantastik und Realität leicht Hand in Hand gehen können. Wir bieten euch die Geschichten, die wir ersonnen haben, an, und bitten euch, dafür etwas Gutes zu tun. 

Lena Richter hier

Denn das ist das Konzept:
Spendet für eine der vier von uns ausgesuchten Organisationen, schickt den Nachweis an Lena und hüpft in den Lostopf.

Diese Organisationen hat die Gruppe gemeinsam ausgewählt:

  • Lambda e. V. machen Arbeit mit LGBTQI-Jugendlichen und haben unter anderem eine Hotline, die junge Menschen vor dem Outing kontaktieren können.
  • SeaWatch e. V. rettet Menschen im Mittelmeer.
  • Ärzte ohne Grenzen bringen ärztliche Hilfe, Impfungen und Beratungen in die ganze Welt
  • Medico – Hilfe für Rojava unterstützt das demokratische Projekt in Rojava von Beginn an – auch in Notsituationen wie jetzt.

(Auch hier wieder ein Zitat aus dem Originalposting von Lena Richter)

Ich hoffe, dass möglichst viele meiner Leser*innen auf diese Weise auf die wunderbare Aktion aufmerksam werden und – sofern es finanziell für sie möglich ist – am Gewinnspiel teilnehmen.

Es bleibt nur noch zu sagen …

Frohe Vorweihnachtszeit, Leute <3.

2019-12-12T13:08:00

  days

  hours  minutes  seconds

until

Ende der Charity-Aktion

Ich schreibe das gerade in einem durch Schmerzmittel leicht vernebelten Zustand, falls also irgendwo Sätze nicht ganz ihren Sinn ergeben … sagt bescheid. Danke ❤